biografie

Valentin Gregor, Violin/Voice/Viola, das ist Programm – und die Geschichte des aus Bonn stammenden Geigers Valentin Gregor. Otto Kirchenmaier, damaliger Konzertmeister an der Beethoven-Halle in Bonn, führt ihn zur klassischen Ausbildung. Doch dieser Weg scheint Gregors Naturell nicht zu entsprechen, er ist auf der Suche nach musikalischen Ausdrucksformen, die außerhalb des klassischen Repertoires liegen.

In Hannover ist er schon bald mit einer Zigeuner-Swing-Band zu hören, gründet mit Hans-Werner Meyer, Volker Dittmann und Christian Taube die A-Capella Gruppe „Echo Echo“ (jetzt „Meier & die Geier“), die 1985 von der WEA Records, Hamburg, unter Vertrag genommen wird, lernt 1988 den Jazz-Geiger Hajo Hoffmann kennen und ist von dieser Begegnung dermaßen inspiriert, dass er noch im gleichen Jahr an der Musikhochschule Köln das Studium der Jazz-Violine aufnimmt.

Nach Abschluss seines Studiums geht Gregor von 1992 bis 1994 mit der deutschen A-Capella-Gruppe „Sechszylinder“ als Sänger auf Europa-Tournee mit 350 Konzerten und zahlreichen Auftritten in TV-Shows.

Von 1995 bis 1997 ist Gregor Stipendiat am Berklee College of Music, Boston; eine für ihn wegweisende Zeit, die begleitet ist von Konzerten mit Größen der Jazz-Szene wie Stephane Grappelli, Herb Geller, Ed Harris, Ed Schuller, Duduka da Fonseca, Hans Glawischnig und Nicolas Simion, mit Konzerten in Boston, New York, San Francisco, Atlanta, Portland.

1999 trifft Valentin Gregor im Berliner Jazz-Club „b-flat“ auf den Pianisten Ekkehard Wölk, und dieses Aufeinandertreffen bleibt nicht ohne Folgen. Die beiden Shooting-Stars der Berliner Musikszene formieren sich zum DUO ESCAPADE, spielen ihre ersten gemeinsamen Alben ein: „Songs of Imagination“ und „Hommage an Charles Spencer Chaplin“.

Im Jahre 2004 präsentiert Gregor seine erste Quartett-CD: „This Way Please“, zusammen mit den hochkarätigen Musikern Martin Lillich – Bass (Zusammenarbeit mit Charlie Mariano, Enrico Rava, Benny Bailey, Mikis Theodorakis, Billy Bang, Perry Robinson) und Andrea Marcelli – Schlagzeug (Tourneen und CD's mit Wayne Shorter, Allan Holdsworth, John Patitucci, Mike Stern, Gary Thomas, Ralph Towner, Marc Johnson, Dave Liebman).
Auf diesem Album präsentiert Gregor fast ausschließlich Eigenkompositionen.

Überhaupt weckte der Umzug nach Berlin viele Inspirationen in Gregor, der - wie unten aufgelistet eine Vielzahl neuer Glanzlichter seiner Erfahrungsliste hinzufügte. Die wohl intensivste Zusammenarbeit entstand aus der Begegnung mit Victor Alcántara, der mit seiner virtuosen und mitreißenden Art des Klavierspiels das ideale Pendant zu Gregor bildet. Beide lieben und pflegen die südamerikanisch geprägten Strömungen in der Jazzmusik und folgerichtig entstand im Frühjahr 2007 das von den Kritikern hochgelobte "Berlin Songbook", in dem die beiden als BERLYNATIC ARKESTRA neue Wege erfolgreich beschritten, die kammermusikalisch recht begrenzt anmutende Besetzung Klavier + Streichinstrument zu neuen klanglichen Höhen zu treiben. Überraschend neue Klänge auf der Violine und die Hinzufügung beider Singstimmen simultan zum Spiel sind ihre Markenzeichen geworden. Ihr musikalische Treiben kann man bestaunen unter www.berlynatic.com.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann man Gregors neuen Sound, seine ausgeprägten Fähigkeiten, in Jazz, Blues und Popmusik improvisatorisch zu musizieren und seine Liebe zum "groovenden" Violinspiel großflächig entdeckte und so doziert er mehr und mehr in In- und Ausland. In Frühjahr 2007 gab er einen Lehrerworkshop an der Landesmusikakademie Berlin-Brandenburg und jährlich reist er als Dozent im Sommer zu mehreren Workshops nach Amerika.

     
  highlights

1988 – 1992

Studium der Jazz-Violine an der Musikhochschule Köln.

 

1992 – 1994

Sänger in der A-Capella Gruppe „Sechszylinder“ mit
350 Konzerten in ganz Europa und Auftritten in zahlreichen TV-Shows.
CD „Unsampled“


Während dieser Zeit Lehrtätigkeit und Workshops für Jeunesse Musicales,
OffeneJazzHausSchule Köln und Universität Augsburg.

 

1995 „Waterless Blue“
Tourneen mit der Irish Folk / Pop-Band durch Irland und Skandinavien.

 
1995 – 1997

Stipendiat des Berklee College Of Music, Boston / USA.

Während dieses zweijährigen USA-Aufenthalts
150 Konzerte (Boston, New York, San Francisco, Atlanta, Portland) u.a. mit
Stephane Grappelli, Herb Geller, Ed Harris, Ed Schuller, Garrison Fewell,
Duduka da Fonseca, Hans Glawischnig, Nicolas Simion.
Umfangreiche Tätigkeit als Studiomusiker:
Einspielen von Geigen-Soli in Pop-, Jazz-, Rock- und Folkproduktionen.

 
1997 – 1998

Sologeiger beim „Cirque du Soleil“.

 
1998 – 1999

Engagement am Deutschen Schauspielhaus Hamburg für die Produktion
„Untergang der Titanic“ von Franz Wittenbrink.

 
2000

Musikalischer Leiter und Geiger in der Produktion „Viel Lärm um nichts“ am
Maxim-Gorki-Theater, Berlin.


Ken Hatfield, New York, engagiert Valentin Gregors Jazzgeige für
ein Jazz-Album stark brasilianischer Prägung (Arthur Circle Music, New York).
„DYAD“
Ken Hatfield | Guitar
Valentin Gregor
| Violin, Viola
Hans Glawischnig
| Bass, [CD‘s mit Branford Marsalis, David Sanchez]
Duduka da Fonseca
| Drums, Percussion, [CD‘s mit John Scofield, Kenny Barron]
Maucha Adnet
| Vocals

 
2001 – 2004

Musikalischer Leiter der Produktion „Was ihr wollt“ am Deutschen Theater Berlin.  

 
2001 – 2005

Engagement am Deutschen Schauspielhaus Hannover für die Musikproduktion
„Am offenen Herzen“ von Franz Wittenbrink.  

 
2001 – 2004

Geiger in der Showband von „PompDuck&Circumstance“, Berlin.  

 

2002

Preisträger beim Berlin Jazz and Blues Award mit dem Valentin Gregor Quartett.

 
2003

Konzerte mit „CALEXICO“.

 
seit 2004

Mitglied im Carlos Bica Quintett "DIZ" (ENJA Records, Fadojazz).

 
2004 - 2006

Rock-Geiger in der "Electric Light Band" mit Phil Bates, Sänger des "ELO Part II"

 
2004

Erste Veröffentlichung unter eigenem Namen: "Smellodie" (ANJOKE Records)

 
2005

Das "Berlynatik Arkestra" entsteht (im Duo mit dem Pianisten Victor Alcántara, Peru). Die Debüt-CD "The Berlin Songbook" ist im März 2007 bei GLM Music, München erschienen.

 
seit 2005

Neues Mitglied im Chansontrio von Lisa Berg, Zrich. Einspielung der CD "Tr舫m Sss!"

 
seit 2006

Intensivierte Workshoptätigkeit im Fach Jazzvioline, Improvisation im Jazz, Pop, Blues, Rhythmik und Studienvorbereitung. Workshops in USA und Alaska.

 
2007

Einspielung der Sologeige für die TV-Verfilmung von "Dodo, der Affe" (ZDF). Läuft ab Herbst 2007 in der "Sendung mit der Maus".

 
2008

Der Warner-Brothers-Kinofilm "Kleiner Dodo" kommt in die Kinos und erreicht Platz 5. Darin spielt ein Affe die Hauptrolle, der mit seinem Geigenspiel am Schluss den Urwald rettet. Die Geige wird von Valentin Gregor gespielt.

 
2009

Gregor tritt den neu entstandenen Bands "Vertreibung aus dem Paradies", "The Mightiest Ever" und "The Aberlour's" bei. N臧eres unter "Projekte".
Er gibt Jazzkurse an deutschen Landesmusikakademien.